Herstellung von Tee

Bei der herkömmlichen Herstellung von Schwarztee sind für die Teeblätter finf Prozesse relevant: das Welken, was die Teeblätter zart und sehr weich macht, das Rollen, Aussieben, die Oxidation und zuletzt die Trocknung der Blätter.

Früher wurden die Teeblätter stundenlang in die Sonne gelegt, damit sie trocknen und weiterverwendet werden konnten. In der heutigen modernen Zeit werden sogenannte Welktunnel benutzt. Hier durchlafen die Teeblätter auf Fließbändern die stattfindenden Prozesse. Das Rollen, welches früher per Hand gemacht wurde, wird heute ebenfalls maschinell durchgeführt. Dieser Prozess dauert ungefähr eine halbe Stunde. Hierbei werden die einzelnen Zellen der Blätter zerbrochen, so dass von diesen wiederum Öle freigesetzt werden. Im nächsten Prozess, bei der Oxidation werden den Blättern wieder Feuchtigkeit zugeführt. Hier wird eine künstliche Luftfeuchtigkeit von über 90 Prozent erzeugt. Die Feuchtigkeit ist notwendig, damit die chemischen Prozesse wieder einsetzen. Dieser Prozess darf ausschliesslich bei 22 Grad stattfinden, alles was darüber hinaus geht, lässt die Blätter verbrennen und diese verlieren ihr Aroma. Auch der Prozess der Trocknung läuft maschinell ab und zwar mit Hilfe von Heißluft. Dieser Prozess findet bei ungefähr 90 grad statt. Danach werden die teeblätter jedoch wieder abgekühlt, etwa nach 20 Minuten.

Es existieren in der Tat noch altmodische Plantagen, wo die trocknung in der Sonne stattfindet. Auch das Rollen der Blätter wird per Hand durchgeführt. Angeblich wirkt sich dies positiv auf das Aroma der Teeblätter aus. Die Oxidation findet in selbst geflochtenen Körben statt und nicht in einer Maschine. Einige Plantagen schwören auf die bessere Qualität und würden unter gar keinen Umständen auf Maschinen zurückgreifen.

Tabak

Die Tabakpflanze gehört zur Pflanzengattung der Nachtschattengewächse (lateinisch: Solanaceae), der auch die Kartoffel, die Tomate und die Paprika angehören. Der wichtigste Inhaltsstoff im Tabak ist das Nikotin, das in den Wurzeln erzeugt und in den Blättern eingelagert wird um Blattfraß zu vermeiden. Neben dem hochgiftigen Alkaloid Nikotin finden sich als weitere Bestandteile Zucker, Eiweiße, Stärke und Zellulose. Die Tabakpflanze ist eine einjährige Pflanze, die sich selbst bestäubt. Sie hat behaarte, leicht klebrige Blätter, die Blütenfarbe reicht von weiß bis rot, die Blüten sind vornehmlich nachts geöffnet.

Tabak gedeiht am besten im subtropischen Klima, hat eine hohe Wärmebedürftigkeit und eine geringe Kältetoleranz. Unter 15 °C ist das Wachstum gehemmt, bei 0°C werden die Blätter beschädigt, und bei –3°C sterben die Pflanzen. Um das Jahr 1600 herum galt Tabak als Allheilmittel und wurde neben der Anwendung als Genußmittel auch in Salben, Lösungen und anderen Arzneimitteln angewendet. Lange Zeit galt der Tabak als Genußmittel, heute wird er als stark süchtigmachende Droge eingestuft.

Angebaut wird der Tabak heute als Nutzpflanze zur Gewinnung von Rohtabak aus den getrockneten Blättern. Die größten Anbaugebiete finden sich in der Volksrepublik China, in Nord-, Mittel- und Südamerika, Südostasien, Vorderasien/Balkan und in Europa. Die überwiegende Verwendung von Tabak findet sich in der Herstellung von Zigaretten, Zigarillos, Zigarren oder als Pfeifentabak. Das giftige und süchtigmachende Nikotin wird beim Rauchen größtenteils verbrannt, und nur ein geringer Teil verdampft und wird inhaliert. Weniger häufig verbreitet sind Kau- und Schnupftabake. Auch als Zierpflanze ist der Tabak auf Grund seiner leicht zu handhabenden Pflege, der schönen Blüten und des teilweise besonderen Duftes bei vielen Pflanzenkennern sehr beliebt.